Sonntag, 21. Juli 2013

Tag 1 - Grossteil geschafft

Die erste Hürde ist geschafft. Nach der Schifffahrt von Luzern nach Alpnachstad liefen wir die ersten 22 Kilometer nach Giswil/Grossteil.


Die 15-köpfige Truppe (es fehlen Marc Switalla Yannick Hutter). Besseres/vollständiges Foto folgt

Bereits von weitem war der Treffpunkt am Luzerner Bahnhof sichtbar, denn die grossen Fahnen waren kaum übersehbar. Nach erfolgreichem Verladen des Gepäcks wurde kurzerhand noch der Coop leergeräumt. Sofort wurde das Schiff geentert und die Walliser-Flagge auf dem Bug gehisst. Auf dem Schiff gönnte man sich bereits das erste Apéro.

Schiff unter Walliser-Führung

Ausgerüstet mit Fahnen, Wein, viel Energie und guter Laune gings zu Fuss weiter Richtung Giswil. Die ersten Meter im Schatten verliefen problemlos, doch dann hatten wir das Vergnügen die nächsten Stunden in der prallen Sonne zu laufen. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit kam es schon nach wenigen Kilometern zum verdienten Grillplausch.

Tipp von Grillmeister Soldini: "mit Blase geits schnäller"

Nach der Mittagspause ging es bei Höchsttemperaturen weiter Richtung Sarnen, wo uns erste neidische Blicke zugeworfen wurden. Durch die Hitze völlig dehydriert stürmten wir den erstbesten Brunnen in Sarnen. Von da aus liefen wir weiter entlang des Sarnersees, wo sich nicht selten einer der schönen Fahnen im Stacheldraht der Absperrungen verfing. So hiess es von Herrn Marx: "Sauerei, 2013 und di Tubla heint nu immer Stacheldraht"

Um sechs Uhr trafen wir schliesslich total entkräftet in Giswil ein und gönnten uns einen erfrischenden Schluck Gerstensaft. Nach dem Bezug der Zivilschutz-Anlage und einer belebenden Dusche verweilten wir den Abend im Gasthof Grossteil.

Landgasthof Grossteil Giswil


Tagesstatistik:
Anzahl Personen mit Blasen: 3
Anzahl Hup-Grüsse durch Verkehrsteilnehmer: 9
Anzahl Wölfe im Rudel: 2
Schrittzähler: 25418
Verlorene Minuten durch Verwirrung: 0

Weitere Fotos!

Freitag, 19. Juli 2013

Tradition

150 Kilometer in sieben Tagen: Am Ende unseres Studiums an der Hochschule Luzern kehren wir Studierenden aus dem Wallis zurück in unsere schöne Heimat – zu Fuss. Kein einmaliges Spektakel, sondern eine dreissigjährige Tradition.

Wer ist der Walliserverein? 
Der Walliserverein Hochschule Luzern Technik & Architektur umfasst circa 200 Mitglieder, wovon 70 Personen noch aktiv studieren. Der Verein soll den studierenden Walliser Abwechslung und Hilfestellung während des Studiums bieten. Der Zusammenhalt unter den Wallisern wird dadurch sehr gefördert. Freundschaften bestehen nicht nur während der Studienzeit, sondern halten oftmals lange Jahre weiter. Die Neustudierenden können sich an diversen Anlässen Tipps von den Älteren einholen. Pro Semester werden drei bis vier Anlässe vom Vereinspräsidenten organisiert. Anfangs des Herbstsemesters steht jeweils die Aufnahme der Neumitglieder an. Weitere Veranstaltungen wie Bowling, Boccia, Grillieren oder Besuche von Auswärtsspielen des FC Sions runden das Semesterprogramm ab.

Wieso eine Heimreise nach dem Studium? 
Anfangs war es nur eine Bieridee, doch aus dieser Blödelei haben sich sechs Absolventen des damaligen Technikums im Sommer 1983 direkt nach der Diplomübergabe in alte Kleider gestürzt und im Säumer-Look auf der Luzerner Allmend den Marsch nach Hause angetreten. Inzwischen ist die Heimkehr auf Schusters Rappen zu einer Tradition geworden. Seit nun dreissig Jahren marschieren die Studierenden nach Erhalt des Diploms zurück in ihre geliebte Heimat.

Die Reise beginnt in Luzern und endet am Samstag mit dem Abschlussfest in Termen. Die «giftigste» Etappe ist zweifellos der Aufstieg zum Grimselpass auf 2164 Meter über Meer.
Nebst unserem Blog wird uns der «Walliser Bote» und 1815.ch in der kommenden Woche auf unserem Abenteuer begleiten.